Zu viel Wind für die Segler

Fast alle Boote und die Hafenanlage des Günzburger Vereins sind zerstört worden. Besonders bitter: Dadurch fallen auch Teilnahmen an Regatten aus

Total zerstört: Fast alle Boote des Günzburger Segelclubs sind beim Unwetter am Samstagabend beschädigt worden
Total zerstört: Fast alle Boote des Günzburger Segelclubs sind beim Unwetter am Samstagabend beschädigt worden

Günzburg Segelsportler leben vom Wind. Doch der Orkan, der am vergangenen Samstag plötzlich über das Wasser fegte, wäre selbst für absolute Könner zu viel gewesen. Der Günzburger Segelclub hat nach dem schweren Sturm Schäden an der Hafenanlage zu beklagen, auch alle Segelboote sind schwer beschädigt worden.

 

Die Vereinsmitglieder hatten sich am Samstag zum Grillen und Sommerfest getroffen. Die Nachtregatta, die bei Einbruch der Dunkelheit gestartet werden sollte, fiel dann im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Einer der Stege, an der kleine Kajütboote befestigt sind, wurde losgerissen. Die gesamte Steganlage mit allen daran liegenden Booten wurde auf Land getrieben und zu Schrott gepresst, berichtet eine Sprecherin des Vereins: „Die Mitglieder mussten hilflos zusehen, wie ein Teil nach dem anderen zerstört wurde.“

 

Ausnahmslos alle Boote seien dadurch erheblich beschädigt worden. Ein Boot musste mit schweren Pumpen gelenzt werden, um ein Absinken zu verhindern. Auf dem Trockenliegeplatz war das Chaos noch größer - hier sind die kleinen, leichteren Jollen gelagert. Die Surfbretter mussten später zwanzig Meter entfernt im angrenzenden Maisfeld eingesammelt werden. Selbst die mit Gurten und Bodenverankerungen gesicherten Boote segelten wie Papierflieger durch die Luft.

 

Die gesamte vereinseigene Jugendflotte ist zerstört. Die Teilnahme an den an

stehenden auswärtigen Regatten und Meisterschaften, normalerweise der Saisonhöhepunkt, muss aus heutiger Sicht abgesagt werden.  (zg)

 

Quelle: Augsburger Allgemeine